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Stadtgespräch Wirtschaft: Bericht

Etwa 100 interessierte Gäste verfolgten am 05. März 2013 in der Villa Rosental das erste Stadtgespräch der FDP-Faktion im Leipziger Stadtrat: diesmal zum Thema Wirtschaft.

“Was kann kommunale Wirtschaftsförderung leisten”, war die Kernfrage der sich das hochrangige Podium widmete. Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Harmut Fiedler, der Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Sandór Mohácsi, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V., die Unternehmerin Kerstin Schilling und der Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, Reik Hesselbarth, diskutierten unter Moderation des Professors für Verwaltungsmanagement an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Manfred Röber über Chancen, Perspektiven und Grenzen kommunaler Wirtschaftsförderung.

Hintergrund: Im Oktober 2011 beschloss der Leipziger Stadtrat eine Clusterstrategie für die Wirtschaftsförderung der Stadt. Diese Strategie legt fünf Wirtschaftsbereiche fest, auf welche sich die kommunale Wirtschaftsförderung konzentrieren soll: Logistik & Dienstleistungen, Automobil- & Zulieferindustrie, Medien- & und Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft & Biotechnologie sowie Energie- & Umwelttechnik.

Ziel war es, die begrenzten Mittel für Wirtschaftsförderung in jenen Bereichen zu konzentrieren, die für die Stadt und seine Bürger den größten Mehrwert erzielen könnten.

“Es darf hier nicht um das Hineinregieren in die Wirtschaftspläne der Unternehmen, sondern um das Setzen eines Rahmens, der Entwicklung und Wachstum für die Unternehmen möglich macht”, erklärt der Vorsitzende der Leipziger Liberalen im Stadtrat, Reik Hesselbarth, sein Verständnis der Clusterstrategie.

Bezeichnend war die Kritik der Unternehmerin Kerstin Schilling an Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht, der als Gast anwesenden war: “Lassen Sie uns einfach in Ruhe!” – und meinte damit die Unternehmer der Stadt.

Ebenfalls deutlich wurde, dass es noch erheblicher Kommunikation bedarf, um die Clusterstrategie bekannt zu machen. “Wenn wir als Stadt uns schon ein solches Förderinstrument leisten, dürfen nicht nur die ganz Großen davon profitieren, sondern es muss auch beim Rückgrat unserer Wirtschaft, den kleinen und mittelständischen Unternehmen ankommen”, so Hesselbarth.

Einige Impressionen finden Sie hier.