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Zuversicht, dass aus der ehemaligen zentralen Hinrichtungsstätte der DDR ein Erinnerungsort wird

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat zeigt sich zuversichtlich, dass es zur Einrichtung eines sogenannten justizgeschichtlichen Erinnerungsortes in der ehemaligen Hinrichtungsstätte der DDR kommt. Vor 30 Jahre wurde in der Einrichtung in der Leipziger Südvorstadt zwischen Arndtstraße und Alfred-Kästner-Straße das letzte Todesurteil auf deutschem Boden vollstreckt.

„Wir sind auf dem langen Weg zur Einrichtung ein weiteres Stück vorangekommen“, beschreibt Reik Hesselbarth, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, die Situation. Die Liberalen hatten Sachsens Justizminister Dr. Jürgen Martens zu einem Besuch eingeladen und die Einrichtung in der vergangenen Woche mit ihm und Tobias Hollitzer vom Leipziger Bürgerkomitee besucht.

„Mein Eindruck ist, dass wir die Tür zur Realisierung damit ein Stück weiter geöffnet haben“, so Hesselbarth weiter, „allerdings liegt noch ein weiter Weg vor uns. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Bürgerkomitee und dem Freistaat einen Weg der Finanzierung finden. Die sogenannten PMO-Mittel können hier ein guter Weg sein.“ Dabei handelt es sich um Finanzen der Parteien und Massen-Organisationen der ehemaligen DDR, welche auf heute noch immer wieder auf unbekannten Konten entdeckt werden. Nach einem Schlüssel werden die Funde auf die Bundesländer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verteilt. „Wenn man den Gedanken, der hinter der PMO-Mittelverteilung steht, ernst nimmt, dann sollte damit auch die Einrichtung eines Erinnerungsortes in der ehemaligen Hinrichtungsstätte gefördert werden. Hierbei geht es schließlich um ein Kapitel deutscher Rechtsgeschichte“, so der FDP-Politiker, der ankündigte, das Projekt mit Nachdruck weiterzuverfolgen.

Bilder der Besichtigung finden Sie auf unserer Facebook-Seite. Klicken Sie einfach hier.

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