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Wo bleibt das Konzept für das Naturkundemuseum?

Dienstag, 21. September 2010

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat fordert Kulturbürgermeister Michael Faber noch im Zuge der Haushaltsberatungen ein Konzept zur Zukunft des Naturkundemuseums vorzulegen.
“Bürgermeister Faber hat betont, dass es sich um eine temporäre Schließung handeln soll”, so FDP-Fraktionsvorsitzender REIK HESSELBARTH, “und das bedeutet, dass es an einem Tag X weitergeht. Nur wie, steht bislang in den Sternen.”

Die Liberalen lehnen ein generelles Aus für das Naturkundemuseum ab. “Das Naturkundemuseum ist ein wichtiger Baustein der Leipziger Museums-, Kultur- und Bildungslandschaft. Eine generelle Schließung kommt für uns nicht infrage”, stellt HESSELBARTH klar und ergänzt, “wir haben bereits vor einigen Wochen eine Verlagerung des Naturkundemuseums an die Auwaldstation in Lützschena vorgeschlagen. Da ist es erfreulich, dass sich Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg als Mäzen dies ebenso vorstellen kann.
Denkbar ist, das Haus in der Lortzingstraße zu veräußern und die Einnahmen in Gänze in einen kleineren, funktionalen und naturnahen Neubau zu verwenden. Ich glaube, dass dies eine gute Variante sein kann, die geprüft werden sollte. Fakt ist leider: Ein Fortbestand am aktuellen Standpunkt wird selbst bei allem guten Willen nicht finanzierbar sein. Daher ist es falsch, sich darauf festzulegen. Es muss in Zeiten knapper Kassen darum gehen, nicht Standorte, sondern die Leipziger Kultur- und Bildungslandschaft in all seiner Vielfalt zu erhalten.”

HESSELBARTH betonte, dass die Stadt um eine Neupositionierung des Naturkundemuseums nicht herum komme: “Für die Zeit des Wechsels in einen Neubau könnten Teile der Sammlung als Sonderausstellungen bspw. im Stadtgeschichtlichen Museum oder als Wanderausstellungen gezeigt werden. Das entbindet jedoch den Kulturbürgermeister nicht davon, ein Konzept für die Neupositionierung vorzulegen. Michael Faber sagte in der Haushaltspressekonferent, es würde ein Konzept “Erlebnis Naturkundemuseum” erarbeitet. Er ist seit fast eineinhalb Jahren im Amt und genauso lange wird in seinem Dezernat geprüft und erarbeitet”, so der FDP-Politiker. Ergebnisse seien jedoch bislang keine sichtbar. “Bürgermeister Faber muss sich daher ankreiden lassen, dass er das Naturkundemuseum ins Aus geschwiegen hat. Wenn dies zur Leitlinie der Kulturpolitik in unserer Stadt wird, könnten in Leipzig noch einige letzte Vorhänge fallen”, befürchtet REIK HESSELBARTH.

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