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Stadtrat ohne gemeinsame Vision für eine echte Weiterentwicklung der Eigenbetriebe Kultur

Mittwoch, 12. Februar 2014
Reik Hesselbarth

Zur heutigen Entscheidung des Stadtrates zur Struktur der Eigenbetriebe Kultur äußert sich Reik Hesselbarth, Fraktionsvorsitzender der FDP im Leipziger Stadtrat, ernüchtert: “Die traurige Botschaft, die wir heute mitnehmen: Verwalten statt gestalten, keine Strukturanpassungen bis 2020! Und der Stadtrat trägt den mutlosen Strukturvorschlag des Oberbürgermeisters noch mit. Die Zustimmung des Stadtrates bedeutet Stillstand, ja sogar Rückschritt, weil andernorts die visionären kulturellen Entscheidungen getroffen werden.”

Dem Oberbürgermeister vom Stadtrat lediglich die Gründung eines Workshops anzutragen kommt Hesselbarth als Mitglied des Kulturausschusses einer Verzweiflung gleich: “Stattdessen gründen wir den nächsten Arbeitskreis, der im Ergebnis dann auch nur nicht weiter weiß”, so Hesselbarth weiter.

Die FDP-Fraktion hatte in ihren Änderungsanträgen zur Vorlage des Oberbürgermeisters neuerlich eine Anpassung der Struktur der kommunalen Eigenbetriebe im Kulturbereich gefordert. Die Liberalen schlugen dafür eine Zusammenlegung der Verwaltungen von Oper und Schauspiel sowie perspektivisch eine Verlagerung des Bereichs Operette an das Opernhaus am Augustusplatz vor. Das Haus Dreilinden sollte ab der Spielzeit 2016/2017 zur neuen Spielstätte für die Freie Szene werden.

“Wir kommen um Strukturanpassungen nicht herum. Andernfalls werden uns die Kosten mehr und mehr aus dem Ruder laufen”, so FDP-Fraktionsvorsitzender Reik Hesselbarth, “nachdem die großen Stadtratsfraktionen durchweg Strukturanpassungen ablehnen, ist das Zusammengehen der Verwaltungen von Oper und Schauspiel dabei der kleinste gemeinsame Nenner. Diese Chance haben wir heute verpasst.”

“Darüber hinaus bleiben wir dabei: Eine Konzentration aller Sparten des Eigenbetriebes Oper am Stammhaus Augustusplatz ist vor dem Hintergrund des Sanierungsbedarfes des Hauses Dreilinden unumgänglich. Gleichzeitig bekäme Lindenau mit einer Spielstätte der Freien Szene einen echten kulturellen Anker – inklusive des vielzitierten Klebeeffektes. Denn Besucher der Freien Szene gehen anders als das Gros der MuKo-Besucher sehr wohl anschließend noch in Bars und Kneipen.”

Hesselbarth kann sich in diesem Zusammenhang eine Übernahme der bisherigen MuKo-Spielstätte durch eine Kulturgenossenschaft vorstellen: “In ihr hätten ausschließlich die Kulturschaffenden das Sagen. Sie können gemeinsam über einen längeren Zeitraum die Entwicklung des Hauses planen. Der Standort hätte das Potential für das lang gesuchte Theaterhaus West.”

Für die Oper hätte für Hesselbarth eine Konzentration auf den Standort Augustusplatz ebenso Vorteile: “Kürzere Wege und Belebung des Hauses in der Breite. Ich kann mir sehr gut kleine Operettenabende im derzeit nicht genutzten Kellertheater oder auch im Foyer vorstellen. Darüber hinaus bietet das Große Haus alles, was man für große Operetten- und Musicalabende braucht. Anders als in Lindenau ist die Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln aus allen Himmelsrichtungen möglich, der Hauptbahnhof mit Citytunnelanschluss ist um die Ecke und Parkplätze gibt es im Parkhaus in Hülle und Fülle”, beschreibt Hesselbarth die Vorteile. “Und um es noch einmal deutlich zu sagen: Uns geht es nicht um die Schließung der MuKo, sondern um eine Verlagerung ans Stammhaus – einzig und allein, um die Sparte dauerhaft zu sichern.”

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