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Schirmer bestätigt FDP-Befürchtung: Ohne Anpassungen der Kulturstruktur droht schleichender Kahlschlag

Mittwoch, 30. Mai 2012

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat Reik Hesselbarth sieht Befürchtungen der Liberalen bestätigt, wonach ohne Anpassungen der Kulturstruktur ein schleichender Kahlschlag im künstlerischen Angebot drohe. Hesselbarth bezieht sich dabei auf die Ankündigung des Opern-Intendanten Ulf Schirmer, das Kellertheater zur neuen Spielzeit schließen zu wollen.

“Die städtischen Häuser sind heute ohne Reserven unterwegs. Schließlich mussten sie in den letzten Jahren immer wieder Konsolidierungsbeiträge bringen, ohne das die Struktur angefasst wurde. Diese Entwicklung ist jetzt ausgereizt. Schirmer bleibt letztlich nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen und das Kellertheater zu schließen. Offenbar ändert daran auch die Ankündigung des Oberbürgermeisters nichts, die städtischen Häuser mit mehreren Millionen mehr auszustatten. Auch das zeigt: Um dauerhaft zukunftsfähig zu werden, brauchen wir eine offene Strukturdebatte in Leipzig. Was wollen wir uns bei den städtischen Häusern leisten und was davon können wir tatsächlich bezahlen”, so Reik Hesselbarth, der die FDP im Fachausschuss Kultur und im Betriebsausschuss Kultur vertritt. Letzterer ist der für die Eigenbetriebe im Kulturbereich zuständige Ausschuss des Stadtrates.

“Herr Oberbürgermeister, die Leipziger sind mündig genug, verantwortungsvoll über die Stadtkultur zu debattieren. Angesichts der finanziellen Herausforderungen in Leipzig sind millionenschwere Zuschusserhöhungen nicht der Weisheit letzter Schluss. Ausgehend vom Actori-Gutachten, sollten jetzt Szenarien durchgespielt werden. Wir haben nach reiflicher Abwägung eigene Vorschläge gemacht. Neben uns gab es eine Positionierung nur von den Grünen. Die drei großen Parteien CDU, Linke und SPD haben sich offenbar mit dem Gutachten und den Szenarien nicht beschäftigt oder lehnen es ab, darauf einzugehen. Für die politische Kultur in unserer Stadt ist das Ablehnen der Debatte durch die großen drei ein Desaster”, sagte Hesselbarth weiter, “offenbar gibt es eine unheilige Allianz mit Blick auf den Oberbürgermeisterwahlkampf sich gegenseitig nicht groß weh zu tun. Bezahlen werden es letztlich sowohl die Einrichtungen als auch die Steuerbürger.”

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