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Reicht ein Ruf von Ökolöwe Quester, damit die Stadt saniert?

Dienstag, 5. April 2011

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat René Hobusch hat sich irritiert über die zügige Ankündigung der Sanierung der Rennbahnbrücke gezeigt: “So richtig und notwendig eine zügige Sanierung der Rennbahnbrücke ist, stellt sich die Frage: Reicht ein Ruf von Ökolöwe Roland Quester, damit Baubürgermeister zur Nedden die Sanierung einer Brücke veranlasst? Mit transparentem Handeln hätte das nichts mehr zu tun”, so das liberale Mitglied des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau, “ich frage mich schon, warum die Sanierung der Rennbahnbrücke mir nichts dir nichts angeschoben wird, während uns allerorten die Straßen unter den Rädern wegbröseln und nichts passiert.”

Weiter kritisierte Hobusch die Schwerpunktsetzung der Grünenfraktion im Stadtrat und der Stadtverwaltung: “Eine einseitige Politik zugunsten des Radverkehrs in unserer Stadt geht an den Lebenswirklichkeiten der Menschen vorbei. Das Auto ist für viele Bürger die Sicherung ihrer Existenz, da sie es brauchen um zur Arbeit zu kommen. Älteren Menschen sichert es Mobilität und Familien gibt es Freiheiten. Es ist doch einer Mutter oder einem Vater schwerlich zumutbar, den Wochenendeinkauf auf dem Fahrrad mit drei Kindern am Arm nach Hause zu schieben. Eine Politik an diesen Wirklichkeiten vorbei ist eine Politik gegen die Mehrheit der Leipziger. Da ist es schwer verständlich, warum auf den Straßen der Stadt häufig nur noch Warnschilder vor Straßenschäden aufgestellt werden. Für die Sanierung einer Brücke ist aber auf einmal Geld da. Ich gehe davon aus, dass Bürgermeister zur Nedden dies in der nächsten Sitzung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau erklären wird.”

“Leipzig braucht eine Politik, die allen Arten von Mobilität gerecht wird. Da gehören neben dem Auto- und Radverkehr auch Fußgänger und ÖPNV dazu. Vor diesem Hintergrund war es ein richtiger Schritt der Stadtverwaltung, dass unser Haushaltsantrag zur Verdoppelung der Mittel für die Unterhaltung der Fußwege übernommen wurde. Jedoch bleibt die Situation der Straßen dramatisch”, so Hobusch weiter und ergänzt: “Ein ewiger Verweis auf den Freistaat bringt uns keinen Zentimeter weiter. Nicht der Freistaat hat die Kommunalstraßen kaputtgespart, sondern die Stadt, denn in ihrer Verantwortung liegt die Unterhaltung – und das nicht erst seit Kurzem.”

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