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MuKo ins Opernhaus, Theaterhaus West in die MuKo

Freitag, 12. April 2013

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat bringt für das sogenannte “Theaterhaus im Westen” das Haus Dreilinden ist Spiel, in dem derzeit die Musikalische Komödie untergebracht ist. Das “Theaterhaus im Westen” ist der Arbeitstitel für eine gemeinsame Spielstätte von Lofft, Schaubühne Lindenfels, Westflügel und Leipziger Tanztheater – allesamt Bühnen der freien Szene, also in freier Trägerschaft. Die Musikalische Komödie (kurz: MuKo) ist die räumlich ausgelagerte Operettensparte des städtischen Eigenbetriebes Oper Leipzig.

“Wir haben uns bereits vor längerer Zeit für eine Konzentration der Opern-Sparten am Stammhaus am Augustusplatz ausgesprochen. Wenn nun die Pläne des Theaterhauses im Westen wackeln, wäre das Haus Dreilinden eine echte Alternative, die gleich mehrere Probleme lösen könnte: Die Freie Szene erhält ein etabliertes Bühnenhaus, gleichzeitig würde nach einem Wegzug der MuKo das Haus nicht leer stehen. Lindenau erhält einen neuen Anziehungspunkt, der weit mehr Menschen nicht nur für eine Vorstellung, sondern für einen ganzen Abend ins Viertel lockt. Dies wird für die Stadtteilentwicklung eine nachhaltige Abstrahlung bis nach Leutzsch haben”, so FDP-Fraktionsvorsitzender Reik Hesselbarth, “gleichzeitig wäre die Spielstättensuche – heute eine never-ending-Story – endlich beendet und die vier freien Bühnen hätten langfristige Planungssicherheit.”

“Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Evaluierung der MuKo und den Finanzierungsproblemen, die uns ein eigenständiges Theaterhaus im Westen beschert, wäre dies die wohl einfachste und für alle Beteiligten praktikabelste Lösung. Mit einem Umzug der Operettensparte ans Stammhaus der Oper wäre auch die ewige Zukunftsdiskussion beendet. Gleichzeitig könnte dies auch Spielräume – sowohl künstlerisch als finanziell – ermöglichen, um das Kellertheater wieder bespielen zu können”, so Hesselbarth, der Mitglied im Kulturausschuss und im Betriebsausschuss Kulturstätten ist, “ich denke, wir sollten über dieses Szenario ergebnisoffen miteinander sprechen. Vielleicht ist das auch der dringend nötige Anstoß, zu einer offenen und ehrlichen Diskussion über Strukturanpassungen im Bereich der stadteigenen Bühnen.”

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