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Mehr Effizienz statt neuer Stellen in Leipzigs Bürgerämtern

Freitag, 16. September 2011

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat René Hobusch kritisiert die Forderung der grünen Stadtratsfraktion zur Schaffung neuer Stellen in den Bürgerämtern. Diesen hatten 10 neue Stellen gefordert und dies mit den langen Wartezeiten begründet.

“Anstatt pauschal neue Stellen zu fordern, sollten wir auf Effizienz setzen. Wir haben die Situation selbst einige Zeit beobachtet und festgestellt, dass das Bürgeramt im Stadthaus über den ganzen Tag sehr großen Zulauf hat. Das führt zu teils erheblichen Wartezeiten. In anderen Bürgerämtern ist die Situation entspannter. Auch hier kommt es zu Spitzen, es gibt aber Zeiten, in denen sind die Ämter fast leer”, beschreibt Hobusch die Situation, “anstatt jetzt pauschal neue Stellen zu schaffen, sollten wir die vorhandenen Kapazitäten besser ausnutzen.” Der FDP-Stadtrat denkt hierbei unter anderem an die Möglichkeit, Termine zu reservieren.

“Der Stadtrat hat auf Initiative unserer Fraktion hin den Oberbürgermeister beauftragt, Online-Terminreservierungen zu prüfen. Dabei soll das bestehende System der Zulassungsstelle genutzt werden. Dadurch spart die Stadt auch noch Geld, da wir nichts komplett neu machen müssen. Wir müssen die gut funktionierende Software einfach nur auf die Bürgerämter übertragen”, sagte René Hobusch. So könnten Bürger auf der Internetseite der Stadt Termine für ihren Besuch reservieren und bräuchten nicht zu warten.

Weiter schlug Hobusch vor, die voraussichtlichen Wartezeiten im Internet anzugeben: “Am einfachsten ist es, auf die Erfahrungen der Mitarbeiter zurückzugreifen und Zeiten mit voraussichtlich hoher Wartezeit in Form einer Wochenübersicht zu benennen. Richtig bürgerfreundlich wäre es, live im Internet über den Wartestand zu informieren. Dazu muss die Nummernausgabe und die letzte aufgerufene Nummer laufend abgeglichen werden. Über eine Software lässt sich so der Wartestand im Internet abbilden. So kann sich jeder Leipziger schon vor seinem Gang aufs Bürgeramt darüber informieren, wie viele Personen voraussichtlich noch vor ihm dran kommen. Hier sollten wir uns Kosten und Nutzen einmal genauer ansehen”, so der Liberale, der seine Fraktion im Fachausschuss Allgemeine Verwaltung vertritt, weiter und ergänzt: “Wir müssen weg vom Ruf nach mehr Personal. Vieles lässt sich heute durch die Nutzung von existierender Technik deutlich vereinfachen. Auch deswegen stehen wir weiterhin zu unserer Forderung nach einer grundlegenden Verwaltungsstrukturreform. Gerade die Nutzung von IT kann heute schon viel mehr, als die Verwaltung nutzt.”

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