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Liberalisierung im Fernbusverkehr große Chance für Leipzig

Donnerstag, 11. August 2011

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat begrüßt die vom Bundeskabinett beschlossene Liberalisierung im Linienverkehr von Fernbussen. “Damit wird die Einrichtung von Fernbuslinien erheblich erleichtert”, so der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat Reik Hesselbarth, “auch für Leipzig bieten sich dadurch neue Chancen in der Ansprache potentieller Besucher. Bereits heute sind die bestehenden Fernbuslinien teils erheblich günstiger als Bahn- und Flugverbindungen. Gerade Menschen mit kleinen Einkommen haben so die Möglichkeit günstig über längere Strecken zu reisen. Auch für viele Leipziger wird dadurch Mobilität auf längeren Strecken dauerhaft bezahlbar.”

Hesselbarth verweist auf andere europäische Länder, in denen Fernbusse einen wichtigen Beitrag zur Langstreckenmobilität beitragen: “Konkurrenz belebt dort das Geschäft. Der Schienenverkehr wird um zahlreiche Busdirektverbindungen ergänzt und ist letztlich auch gezwungen sich über die Preisgestaltung diesem Wettbewerb zu stellen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns auch in Leipzig darauf einstellen und eine zentrale Anfahrtstelle für Fernlinienbusse bereithalten. Bereits heute fahren Fernlinien Flughafen und Messe an. Ideal wäre jedoch der Hauptbahnhof. Dieser ist über Maximilianallee, Rackwitzer Straße und Brandenburger Straße sehr gut an die A14 und so an den Autobahnring angebunden. Jedoch bezweifele ich, dass die bestehenden Bussteige an der Ostseite des Hauptbahnhofes ausreichen. Diese werden bekanntlich auch vom Regionalbusverkehr genutzt. Daher sollte sich die Stadtverwaltung Gedanken über eine Erweiterung in Richtung des bisherigen Busparkplatzes Gedanken machen. Das Ziel muss sein, dass die Fernbusse zügig an und abfahren können. Wie das funktionieren kann zeigen andere deutsche Städte mit ihren Busports. In Hamburg liegt dieser bspw. auch unmittelbar am Hauptbahnhof und ist erst vor wenigen Jahren komplett neu renoviert worden. Dort fahren heute mehr als 400 Busse pro Woche ab und befördern so mehrere Millionen Menschen pro Jahr.”

Mit Blick auf die Entwicklung des Flughafens zeigt sich Hesselbarth ebenfalls überzeugt, dass sich Fernbuslinien positiv auswirken können: “Mit Ryanair hat vor wenigen Tagen ein sogenannter Low-Cost-Carrier bekanntgegeben, künftig von Leipzig nach London und Rom zu fliegen. Fernbusse können im Linienverkehr den Flughafen auch für Flugreisende ohne Auto aus entfernteren Städten interessant machen. So braucht man aus Dresden, Berlin, Chemnitz, Erfurt, Magdeburg oder Kassel keine zwei Stunden per Bus zum Flughafen. Auch diese Chance sollten wir nutzen.”

“Vor diesem Hintergrund ist der angekündigte Widerstand der SPD im Bundesrat schwer verständlich. Oberbürgermeister Jung täte gut daran, seine Parteifreunde von der reflexartigen Fundamentalopposition abzubringen. Gerade für Regionen, in denen sich viele Menschen Langstreckenmobilität nur schwer leisten können, ist echte Wettbewerb auch eine echte Chance für sinkende Preise. Das hat beispielsweise in den Bereichen Telekommunikation und Strom funktioniert und wird auch im Fernverkehr funktionieren”, so Hesselbarth abschließend.

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