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Leipziger profitieren von Abschaffung genehmigungspflichtiger Baumfällungen

Mittwoch, 18. Mai 2011

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Leipziger Stadtrat René Hobusch sieht sich in der Lockerung des Baumschutzes durch das Sächsische Landesnaturschutzgesetz bestätigt: „Die Leipziger nutzen die Erlaubnis zur Fällung von bestimmten Bäumen auf ihren Wohngrundstücken. Befürchtete großflächige Fällungen blieben offensichtlich aus. Umfangreiche Verstöße kann die Stadtverwaltung nicht belegen.“

Auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Ratsversammlung am 18. Mai 2011 zu den Auswirkungen der landesweiten Lockerung des Baumschutzes im Stadtgebiet Leipzig konnte Umweltbürgermeister Rosenthal keine nennenswerten Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz feststellen. Seit Änderung des Gesetzes wurden 366 Genehmigungen für weiterhin in den Geltungsbereich fallende Bäume erteilt. Dem gegenüber stehen 16 Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz in 2010 und bisher 7 Verstöße in 2011.

Seit 19. Oktober 2010 sind Bäume und Hecken in Kleingärten im Sinne des Bundeskleingartengesetzes aus dem Geltungsbereich kommunaler baumschutzsatzungen ausgenommen. Gleiches gilt auf mit Gebäuden bebauten Grundstücken – gleich ob gewerblich oder privat genutzt – für Obstbäume, Nadelgehölze, Pappeln, Birken, Baumweiden und abgestorbene Bäume sowie gleichermaßen für alle Bäume mit einem Stammumfang von bis zu einem Meter, gemessen in einer Stammhöhe von einem Meter.

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