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Leipzig sollte Klage gegen Factory-Outlet-Center zurücknehmen

Freitag, 22. Juli 2011

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat fordert den Oberbürgermeister der Messestadt auf, die Klage gegen das geplante Factory-Outlet-Center (FOC) in Wiedemar zurückzunehmen. „Nachdem unsere Nachbarin Halle diesen Schritt gegangen ist, sollte sich auch Leipzig der Entwicklung nicht mehr entgegenstellen“, begründet die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Liberalen Isabel Siebert die Forderung ihrer Fraktion, „der Widerstand gegen das FOC an der Autobahn A9 ist zu recht zusammengebrochen. Nur Leipzig schaltet weiterhin auf stur. Damit nimmt der Oberbürgermeister in Kauf, den Standort Sachsen zu gefährden.“
Ursprünglich war von den Städten Halle und Leipzig sowie weiteren Gemeinden geplant, gemeinsam gegen die geplanten Factory-Outlet-Center im sächsischen Wiedemar sowie im sachsen-anhalter Brehna vorzugehen. „Vor einige Zeit hat die Stadt Leipzig ihre Klage gegen das Outlet Brehna zurückgezogen. Halle hatte es danach der Messestadt gleich getan. Nachdem nun die Saale-Stadt auch ihre Klage gegen Wiedemar zurückgezogen hat, bleibt der ideologische Kampf der sächsischen Messestadt gegen eine andere sächsische Gemeinde. Es wird Zeit, dass die Vernunft in das Neue Rathaus zurückkehrt.“ Nach Betreiberangaben erwartet das FOC jährlich bis zu 1,5 Millionen Kunden aus ganz Mitteldeutschland. Siebert: „Das sind eine Menge potentieller Gäste für Leipzigs Kultur, Hotels und Restaurants, die wir nicht einfach an der Autobahn stehen lassen sollten.“
Die FDP-Stadträtin, die ihre Fraktion im Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit vertritt, verweist auf das vom Leipziger Oberbürgermeister ausgegebene Ziel, die Arbeitslosenquote deutlich zu senken: „Burkhard Jung will in diesem Jahr eine Zehn vor dem Komma in der Statistik haben. Um das zu erreichen, dürfen Investitionen in unserer Region nicht weiter aus ideologischen Gründen verhindert werden. Es wird Zeit für pragmatische Politik, die sich an den Lebenswelten der Menschen orientiert. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, das Internet zu verbieten, nur weil man dort Einkaufsschnäppchen machen kann.“

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