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Leipzig ist mit Wiedemar-Klage auf einem ideologischen Holzweg

Sonntag, 31. Oktober 2010

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat kritisiert die Klage der Stadt Leipzig gegen das Factory Outlet Center Wiedemar. “Die Stadt ist mit ihrem Vorgehen auf einem ideologischen Holzweg”, so die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Isabel Siebert, “anstatt die Chance zu sehen, wird beim Thema Wiedemar im Rathaus der Teufel an die Wand gemalt. Bürgermeister zur Nedden hat auf unsere Anfrage hin selbst gesagt, dass die Umverteilungsquote von der Leipziger Innenstadt in Richtung Wiedemar bei nur 4,3 Prozent läge. Auf der anderen Seite sollen 500 Arbeitsplätze in Wiedemar entstehen. Diese kämen sicher auch vielen Leipzigerinnen und Leipzigern zugute.”

Mit der Klage stelle Leipzig sein Licht unter den Scheffel, meint Siebert: “Leipzig hat eine tolle Innenstadt: Wunderbar sanierte Gebäude, ein interessanter Geschäftemix, Kultur und Gastronomie in unmittelbarer Umgebung. Anstatt diese Stärken herauszustellen, werden reflexartig die Juristen in Marsch gesetzt. Erschreckend ist, dass Bürgermeister zur Nedden selbst einräumt, dass erhebliche prognostische Unsicherheiten in der Bewertung vorliegen. Das Vorgehen der Stadt ist purer Protektionismus. Marktwirtschaft geht anders, Herr zur Nedden.”

“Ich habe den Eindruck, das Rathaus hat ein falsches Bild von solchen Factory Outlets. Diese Zentren ziehen kaum Kaufkraft aus der Innenstadt ab, sondern ziehen Menschen aus teils großen Entfernungen an. Häufig verbinden die Besucher ihren Einkauf mit einem Aufenthalt in der Region. Leipzig wäre gut beraten, seinen Widerstand aufzugeben und gemeinsam mit den Centerbetreibern Ideen zu entwickeln, wie man ein Einkaufserlebnis im FOC mit einem längeren Verbleib der Besucher in der Region verbinden kann. Dafür ist es noch nicht zu spät”, so Siebert abschließend.

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