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Konsequent regional statt vermeindlich fair

Freitag, 18. Juli 2014

Angesichts der Bewerbung der Stadt Leipzig als sogenannte „Hauptstadt des Fairen Handels“ warnte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, Isabel Siebert, vor einer Verzettelung.

„So nachvollziehbar manches Siegel und manche Mitgliedschaft der Stadt auch sein mögen: Um es mit Leben zu füllen, werden Mitarbeiter gebunden. Sinnvoller als das 127. Ettikett ist stringentes, nachvollziehbares und verlässliches Verwaltungshandeln im Dienste der Bürger. Wir tuen uns mit dem Tanzen auf tausend Hochzeiten keinen Gefallen, sondern laufen Gefahr uns zu verzetteln.“

Mit Blick auf den Fairen Handel mahnte Siebert eine klare Prioritätensetzung an: „Anstatt sich das Ettikett einer fairen Handelshauptstadt an die Brust zu heften, muss der Fokus auf der Förderung unserer regionalen Wirtschaft liegen. Ohne die Steuern, die hier erwirtschaftet werden, können wir uns fair gehandelte Rosen, die aus Nigeria eingeflogen werden, nicht leisten. Daher sollte die Stadtverwaltung besser auf heimische Produkte und Dienstleistungen zurückgreifen. Das ist die beste und nachhaltigste Wirtschaftsförderung, die man machen kann. Gleichzeitig werden lange Transportwege vermieden und so ganz praktisch die Umwelt und die Stadtkasse geschont. Daher sagen wir: Konsequent regional statt vermeindlich fair.“

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