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“Herr Rosenthal, Sie haben es selbst in der Hand, die LVB attraktiver zu machen!”

Mittwoch, 3. November 2010

Angesichts der Kritik des Bürgermeisters Heiko Rosenthal an den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) bekräftigt die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat ihre Forderung nach Einführung von flexiblen Zeitkarten. “Herr Rosenthal, Sie haben es selbst in der Hand, die LVB attraktiver zu machen! Die Einführung von flexiblen Zeitkarten wäre nicht nur ein Schritt, sondern ein Sprung in die richtige Richtung”, so FDP-Fraktionsvorsitzender Reik Hesselbarth. Der Leipziger Stadtrat hatte sich im Juni 2010 mit breiter Mehrheit auf Vorschlag der FDP-Fraktion für die Einführung von flexiblen Zeitkarten ausgesprochen.

Mit Blick auf die Preise der LVB sagte Hesselbarth: “Es wird Zeit, dass es zu einem Prioritätenwechsel kommt. Nicht nur die Preise dürfen Jahr für Jahr steigen – die Angebotsqualität muss es endlich auch. Rosenthals Kritik darf daher keine Parteitagsrede bleiben. Es müssen Taten zur Atraktivitätssteigerung des Nahverkehrs folgen. Bislang verschleppt die Stadt in trauter Einigkeit mit dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund leider jeden innovativen Vorstoß.”

Dass es anders gehe, zeigten die anderen Verkehrsverbünde in Sachsen. Reik Hesselbarth: “Von den zehn größten sächsischen Städten sind nur in Leipzig die Wochen- und Monatskarten an Kalenderwochen und -monate gebunden. Gerade am Monatsanfang sorgt das häufig für Staus an den LVB-Verkaufsstellen. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.” Darüber hinaus gebe es durch die Bindung an Kalenderwoche und -monat für spontane Umsteiger keine passenden Angebote: “Spontanfahrer müssen entweder in den sauren Apfel beißen und für eine Zeit bezahlen, in der sie das Ticket gar nicht genutzt haben, oder sie steigen auf Einzelfahrscheine um”, so der FDP-Fraktionsvorsitzende, “Ich hoffe, dass die Leipziger die Aussagen von Bürgermeister Rosenthal so verstehen dürfen, dass er sich zukünftig für einen steigende Attraktivität der LVB einsetzen wird. Die Zeit dafür ist reif.”

“Die letzten Wintermonate haben gezeigt, dass die Menschen durchaus bereit sind umzusteigen. 180.000 Fahrgäste mehr waren ein toller Erfolg. Nur waren es hier Eis und Schnee die LVB attraktiver als das Auto gemacht und nicht das Angebot der städtischen Nahverkehrstochter”, so Hesselbarth abschließend.

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