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“Wenn wir Gentrification-Tendenzen in Leipzig haben, brauchen wir Wohnungen anstatt einen neuen urbanen Wald”

Dienstag, 8. Juli 2014

Die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung ein großes Areal am Plagwitzer Bahnhof von der Deutschen Bahn anzukaufen und dort bspw. einen urbanen Wald zu entwickeln.

“Von unterschiedlichen Seiten wird behauptet, in Leipzig würde uns alle die Welle der Gentrification erfassen, bezahlbarer Wohnraum knapp werden und Mieter aus ihren Stadtteilen in großem Umfang verdrängt werden”, beschreibt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, René Hobusch, die Leipziger Diskussion. Er selbst würde dies auf Basis des vorliegenden Datenmaterials zwar nicht erkennen, sich aber anderen Auffassungen auch nicht verschließen wollen.

“Das beste Mittel gegen drohende Wohnungsknappheit sind und bleiben neuen Wohnungen. Das marktwirtschaftliche Grundprinzip einer Preisbestimmung auf Basis von Angebot und Nachfrage sollte man auch hier heranziehen. Und das heißt: Größeres Angebot lässt Preise fallen”, so Hobusch weiter. Daher schlagen die Liberalen vor, in dem Bereich, der nun angekauft werden soll, neue Wohnungen zu schaffen.

In einem Änderungsantrag zur Beschlussvorlage, über die der Stadtrat am 16. Juli 2014 entscheiden soll heißt es:

Es wird folgender neuer Beschlußpunkt 4 angefügt:
4. Abweichend vom bisherigen Rahmenplan werden auf dem Gebiet zu einem erheblichen Teil und zuvorderst unter Einbindung privater Investoren neue Wohnungen insbesondere im niedrig- und mittelpreisigen Segment geschaffen. Im zu ändernden Rahmenplan ist darüber hinaus die Schaffung von mindestens 100 Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Eintritt in die Schule zu berücksichtigen.

Hobusch erläutert abschließend: “Fakt ist, die Einwohnerzahl Leipzig steigt. Das wird in Zukunft vielleicht dazu führen, dass wir weitere Wohnungen brauchen. Bester Indikator dafür ist der Martk selbst. Daher sollten wir die Möglichkeit schaffen, in diesem Bereich neue Wohnungen im niedrig- und mittelpreisigen Segment zu errichten. Das würde gegen angebliche Gentrification-Tendenzen allemal besser und nachhaltiger wirken als staatliche Preisfestlegungen und immer neue Hürden für Vermieter und Investoren.”

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