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FDP will Öffnungszeiten in Schwimmhallen erweitern. Siebert: “Mehr Rücksicht auf Familien und Berufstätige nehmen”

Freitag, 3. Oktober 2014

Die Mehrheit der städtischen Schwimmhallen hat unter der Woche in den arbeitnehmerfreundlichen Zeiten vor und nach der Arbeit nur selten geöffnet. “Damit werden die Leipziger verprellt, die in Vollzeit arbeiten gehen – besonders Eltern, für die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ohnehin ein andauernder Kraftakt ist”, so FDP-Stadträtin Isabel Siebert, die ihre Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit vertritt. “Das ist für mich auch eine Frage der Gerechtigkeit. Wer mit seiner Arbeit dieses städtische Angebot finanziert, sollte auch eine Chance haben, es zu nutzen.” Die Stadt Leipzig dürfe nicht nachlassen mit unseren Anstrengungen, ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort zu sein und noch besser zu werden. “Die Vereine und Schulen, die die Hallen in den Schließzeiten nutzen, sollen das selbstverständlich auch weiter tun. Längere Öffnungszeiten und ein paar Bahnen, die deutlich öfter für normale Besucher offen bleiben, sollten mit ein bisschen gutem Willen doch vereinbar sein mit dem Vereins- und Schulsport.” Dennoch, im Einzelfall gehöre jeder Nutzungsanspruch mal auf den Prüfstand, gerade die Exklusivität und die Zeitfenster dafür.

Vier der acht städtischen Schwimmhallen sind an mehreren Tagen vollständig geschlossen. Die Mehrheit der Bäder hat unter der Woche in den arbeitnehmerfreundlichen Zeiten höchsten 10 Stunden pro Woche geöffnet. Die durchschnittliche Öffnungszeit beträgt in diesen Bereichen keine 11 Wochenstunden – oder gerade einmal 2 Stunden pro Tag.

“Und das Öffnungszeitenwirrwarr muss auch ein Ende haben! Die Öffnungszeiten müssen einfacher und stadtweit nach ähnlichem Muster gestaltet werden, damit man nicht vor jedem Schwimmbadbesuch aufwändige Recherchen anstellen muss”, kritisiert Siebert. Die FDP-Fraktion erhofft sich davon, dass noch mehr Leipzigerinnen und Leipziger die Schwimmhallen nutzen.

Der Vorstoß der Liberalen beabsichtigt die Verbesserung der Nutzbarkeit für Berufstätige und Familien, insbesondere nach Feierabend und an den Wochenenden. Zudem sollen auch die Nutzungsansprüche auf den Prüfstand, die tagsüber die Schließungen verursachen mit der Zielstellung, eine Parallelnutzung durch normale Besucher zu ermöglichen und Mitnahmeeffekte – etwa durch Eintrittsersparnisse über Vereinszeiten – kritisch zu hinterfragen. Als drittes Ziel stellt die FDP-Fraktion die Forderung nach einem besseren, servicebewussten und auf die Zielgruppe der privaten Nutzer zugeschnittenen Marketing auf. Siebert fasst zusammen: “Wir wollen ein grundsätzliches Umdenken anstoßen und die Hürden zur Nutzung der Bäder für alle Leipzigerinnen und Leipziger senken. Sport als Ausgleich zur Arbeit, für die körperliche Fitness und auch als gemeinsame Familienzeit hat einen hohen Stellenwert und sollte auch mit passenden Badeangeboten unterstützt werden – und zwar für jedermann. Die geforderte Ausweitung der Öffnungszeiten muss sicher auch aus Kostengründen gut abgewogen werden. Deshalb wollen wir von der Verwaltung erst einmal einen Kassensturz und konstruktive Vorschläge sehen.”

Insgesamt erhält die Sportbäder Leipzig GmbH einen Zuschuss von derzeit 5,225 Millionen Euro pro Jahr aus dem Stadthaushalt. Damit betreibt das kommunale Unternehmen acht Schwimmhallen, fünf Freibäder sowie ein Kinderfreibecken.

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