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Leipziger Generationen Bau

Montag, 10. Oktober 2011

[Beschluss-Nr. RBV-1191/12]

Die Verwaltung erarbeitet auf der Grundlage der Aufgabenstellung des Antragstellers ein Grundsatzpapier zur Prüfung einer Realisierbarkeit von Mehrfachverwendungsprojekten (z. B. Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen). In diesem Grundsatzpapier, welches dem Stadtrat im Juni 2012 vorgelegt werden soll, werden auch Aussagen zur Nachnutzung bereits realisierter Projekte getroffen.

 

Ursprünglicher Beschlussvorschlag:

  1. Die Stadt Leipzig initiiert einen öffentlichen Wettbewerb mit dem Ziel der Realisierung einheitlicher kommunaler Funktionsbauten für die Bereiche Kita, Schule und Altenpflege.
    Dabei sollen diese standardisierten Gebäude dergestalt modular aufgebaut sein, dass
    – die Errichtung von Gebäuden ohne neue Gebäudeplanungszeiten und ohne weitere Wettbewerbe möglich ist.
    – Erweiterung und Entfernung von Gebäudeteilen einfach möglich ist.
    – die Nutzungsart innerhalb der drei genannten Bereiche geändert werden kann.
  2. Die Stadt Leipzig soll später Inhaber der Eigentums an der Idee dieses “Leipziger Generationen Bau” sein, so dass die Errichtung anhand des Gebäuderasters ohne Bindung an einen bestimmten Anbieter öffentlich ausgeschrieben werden kann. Gleiches soll für die Erweiterung und die Verkleinerung der Gebäude gelten.
  3. Der Wettbewerb wird in zwei Teilwettbewerbe getrennt: ein studentischer Wettbewerb (bspw. unter Beteiligung der Fakultät Bauwesen der HTWK) und einen öffentlichen Wettbewerb für Architekten und Planungsbüros.
  4. Die Haushaltsmittel für die Initiierung des Wettbewerbes werden im Jahr 2012 bereitgestellt.
  5. Für die Bewertung der Wettbewerbsentwürfe wird eine Jury gebildet. Dieser sollen u.a. angehören:
    – der Oberbürgermeister
    – ein Vertreter des Dezernates für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
    – ein Vertreter des Dezernates für Stadtentwicklung und Bau
    – je ein Vertreter pro im Stadtrat vertretener Fraktion

 

Begründung:

Leipzig steht vor der Herausforderung in den kommenden Jahren Funktionsbauten wie Kitas und Schulen über verschiedene Stadtteile verteilt neu errichten zu müssen, da die Bedarfe mit den bestehenden Gebäuden nicht gedeckt werden können. Bislang werden diese Gebäude einzeln geplant und errichtet. Zukünftig sollen modulare Gebäude in die Überlegungen mit einbezogen werden. So kann ein standardisierter Gebäudetyp an unterschiedlichen Orten errichtet werden. Gleichzeitig sollte dieser Gebäudetyp erweiterbar sein, um eine Kita oder eine Schule vergrößern – oder auch verkleinern – zu können. Anzustreben ist, dass eine Kita später auch zu einer Grundschule oder eine Grundschule zu einer Mittelschule oder zu einem Gymnasium gewandelt werden kann.

Die Gebäude würden mit der Entwicklung mitwachsen und können über einen längeren Zeitraum unterschiedlich genutzt werden. Vor dem Hintergrund der sich verschiebenden Alterspyramide sollten diese Gebäude später auch im Bereich der Altenpflege genutzt werden können.

So würden Kosten für die Gebäudeplanung und -errichtung durch Standardisierung und erweiterten Nutzungsumfang reduziert werden.

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