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Verkehrssituation an der Red-Bull-Arena während DFB-Pokal-Spiel

Donnerstag, 11. August 2011

[Anfrage V/F 422]

Das DFB-Pokal-Spiel von RasenBallsport Leipzig gegen die Mannschaft aus Wolfsburg war ein erster Test für die Verkehrssituation im Falle eines höherklassigen Spielbetriebes in unserer Stadt. Vor diesem Hintergrund fragen wir:

  1. Zu welchen Störungen, Verzögerungen oder Einschränkungen kam es an welchen Orten durch den zum Stadion fließenden Verkehr vor und den abfließenden Verkehr nach dem Fußballspiel?
  2. Welche Möglichkeiten der Abhilfe werden gesehen und wann werden diese umgesetzt?

 

Beantwortet in der Ratsversammlung vom 24.08.2011 von Bürgermeister Rosenthal:

Bürgermeister Rosenthal trägt vor, am Freitag, dem 29. Juli 2011, habe das DFB-Pokalspiel mit circa 32.000 Besuchern stattgefunden. Durch das Ordnungsamt seien folgende Maßnahmen veranlasst worden: Ab 17:30 Uhr wurde die Straße Am Sportforum zwischen Zufahrt Parkplatz Arena und Goyastraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für die Anreise der Besucher wurden keine weiteren Maßnahmen durchgeführt. Folgende Parkplätze wurden genutzt: Goyastraße mit 100 %, Arena 2 mit 100 %, Arena 1 mit 50 %, Cottaweg mit 15 % Auslastung.

Auf Nachfrage sei im Nachgang folgende polizeiliche Einschätzung gegeben worden: Es wurden Einschränkungen und leichte Stauerscheinungen auf allen Zufahrtsstraßen, bedingt durch Sperrung der Straße Am Sportforum und Umleitung Lützner Straße beobachtet. Darüber hinaus kam es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen im Individualverkehr, da eine Vielzahl von Zuschauern mit öffentlichen Verkehrsmitteln der LVB anreiste. Der Verkehr staute sich zuweilen besonders aus Richtung West, Hans-Driesch-Straße.

Für die Abreise seien operative Verkehrsmaßnahmen vorbereitet worden, die nach Einschätzung der Polizei als sogenannter großer Sperrkreis aktiviert worden seien. Dies habe die Sperrung der Jahnallee zwischen Goerdelerring und Lützner Straße beinhaltet. Dazu sei durch das Ordnungsamt eine Beschilderungsfirma beauftragt worden.

Zur Abreise sei die Polizeidirektion Leipzig zu folgender Einschätzung gekommen: Die Abfahrt war für eine Stadionbelegung mit 30.000 Zuschauern als normal zu bezeichnen. Der Aufbau des großen Sperrkreises war aufgrund der vielen Fußgänger notwendig. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren gut ausgelastet. Ein Problem ist die Abfahrt über die Marschnerstraße. Dort war ein langer Stau zu verzeichnen, da das Eventprogramm an der Lichtzeichenanlage Käthe-Kollwitz-Straße nicht leistungsfähig genug war. In allen anderen Richtungen gab es keine nennenswerten Störungen.

Gemäß Beschluss des Rates vom 22. Juni 2011 sei eine Arbeitsgruppe gebildet worden, deren Aufgabe es sei, auf der Basis einer kritischen Ist-Analyse der Verkehrssituation im Umfeld der Red-Bull-Arena ein Konzept zu entwickeln, das den zukünftig verfestigten Verkehrsanforderungen bei regelmäßigem höherklassigem Fußball gerecht werde. Die Arbeitsgruppe habe ihre Arbeit aufgenommen. Er, Rosenthal, bitte die Fragesteller, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abzuwarten, um die gestellte Frage konkret beantworten zu können.

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