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Sozialticket an LVB-Automaten

Donnerstag, 5. August 2010

[Anfrage V/F 176]

Im Juni 2010 beschloss die Ratsversammlung einen Antrag der FDP-Fraktion, der die Einführung gleitender Zeitkarten bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) befürwortet.

Im Artikel “Zeifahrscheine unflexibel” der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vom 23.03.2010 kommentiert Matthias Neumann, Sprecher des für Tarifangelegenheiten zuständigen MDV die FDP-Forderung damit, dass die Verbundunternehmen im Falle der vorgeschlagenen Tarifreform ihre gesamte Vertriebstechnik aufrüsten müssten: “Alle stationären Automaten [...] müssten dafür umgestellt werden. Das ist nicht unmöglich, aber das kostet mindestens eine fünfstellige Summe.”

Medienberichten zufolge, ist nunmehr seit dem 1. August 2010 die Leipzig-Pass-Mobilcard (Sozialticket) auch an Automaten erhältlich. Hierzu fragen wir:

  1. Was hat die Integration des nur bis zum 31.07.2011 befristeten Sozialtickets in die Automaten der LVB gekostet und wer trägt diese Kosten?
  2. Ist mit der Integration in das Automatenangebot eine Vorfestlegung zur Verlängerung des Sozialtickets verbunden?
  3. Was wird – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Oberbürgermeister Burkhard Jung die Verlängerung des Sozialtickets jüngst zur Disposition stellte – die Rückumrüstung der Automaten kosten und wer würde diese Kosten tragen?

mündliche Antwort in der Ratsversammlung am 18.08.2010 (Auszug aus dem Verlaufsprotokoll):

Bürgermeister Prof. Dr. Fabian antwortet zu Frage 1, die Integration der Leipzig-Pass-Mobilcard als Erweiterung des bestehenden Tarifsortiments in die Automaten der LVB sei im Rahmen der Tarifumstellung zum 1. August 2010 vorgenommen worden. Der Baustein dieser Softwareänderung habe zusammen mit einer zeitgleich durchgeführten Anpassung bezüglich der Azubikarten im Paket ca. 6.000 Euro gekostet. Die Kosten seien von der LVB getragen worden.

Zu Frage 2 sei die Antwort: nein.

Zur Frage 3 sei zu sagen, eine Rückumrüstung bedeute lediglich das Herausnehmen eines Produkts aus dem Angebot über die Software der Automaten. Kosten entstünden keine. Die LVB wäre für die Umsetzung verantwortlich.

Stadtrat Hesselbarth (FDP-Fraktion) möchte wissen, wie die Äußerung der LVB in der LVZ zu verstehen sei, dass eine Umrüstung der Automaten im Sinne flexibler Zeitkarten mindestens einen fünfstelligen Betrag koste, was tendenziell sogar einen sechsstelligen Betrag erwarten lasse. Hier sei aber nur von einem vierstelligen Be­trag gesprochen worden.

Bürgermeister Prof. Dr. Fabian antwortet, er könne nur im Hinblick auf die Azubikarte eine Auskunft geben; hierbei seien 6.000 Euro Kosten angefallen.

Stadtrat Hesselbarth (FDP-Fraktion) bittet um schriftliche Nachreichung der Beantwortung dieser Frage.

(Hinweis: Die schriftliche Antwort zur Kostennachfrage steht bislang noch aus.)

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