Home » Anfragen

Oper Leipzig

Mittwoch, 8. September 2010

[V/F 205]

2006 hat der Stadtrat auf Antrag der FDP/Bürgerfraktion beschlossen, dass der Oberbürgermeister den Stadträten unverzüglich und vollständig die von der bbvl erstellte Analyse zu den Eigenbetrieben Kultur (bbvl – Gutachten zu Einsparmöglichkeiten von Eigenbetrieben im Kulturbereich) zur Kenntnis gibt.

1. Wann wurde das Gutachten den Stadträten zur Verfügung gestellt und wie können es die neuen Stadträte der 5. Periode einsehen?

2. Welche Ergebnisse aus dem Gutachten wurden für die Oper Leipzig bisher umgesetzt und welche nicht?

3. Hat die bbvl seitdem ein weiteres Gutachten zu Einsparmöglichkeiten von Eigenbetrieben im Kulturbereich erstellt?

4. Welche Kooperationen hält die Stadtverwaltung im Rahmen einer Mitteldeutschen Oper für denkbar? Welche Kosten- und Struktur-Effekte können sich nach Einschätzung der Verwaltung aus einer Kooperation der Oper Leipzig mit benachbarten Häusern, wie zum Beispiel Chemnitz oder Halle ergeben?

Schriftliche Antwort (ohne Datum):

zu 1.:
Auf der Grundlage des Antrages Nr. IV/A 124 der FPD/Bürgerfraktion wurde die bbvl vom damaligen Kulturbürgermeister, Herrn Dr. Girardet, am 21.11.2006 gebeten, das bbvl-Gutachten zu Einsparmöglichkeiten von Eigenbetrieben im Kulturbereich so aufzuarbeiten, dass keine Schlussfolgerungen mehr auf konkrete Personen gezogen werden können. Die überarbeiteten Projektberichte „Stellenanalyse Eigenbetriebe Kultur“ und „Strukturreform Eigenbetriebe Kultur, Teil A“ enthielten Schwärzungen und wurden im Dezember 2006 an die Fraktionen verteilt. Eine Verteilung könnte noch einmal erfolgen.

zu 2.:
Auf der Grundlage des Gutachten bekam die Oper von der Stadt Leipzig als Rechtsträger den Auftrag, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung einen jährlichen Stellenabbau vorzunehmen. Dieser wurde bis zum 31.07.2010 abgeschlossen. Des weiteren hat die Oper Leipzig durch outsourcing Einsparpotentiale generiert.

zu 3.:
Zum Thema „Strukturreform“ hat es ein Folgeprojekt, einen sogenannten Teil B gegeben. Darin wurde vor allem die Zusammenlegung von Oper und Schauspiel thematisiert.

zu 4.:
Die Oper Leipzig hat Kooperationsmöglichkeiten mit der Oper Halle eruiert. Durch die unterschiedlich großen Bühnen wäre die Voraussetzung, pro Inszenierung zwei Bühnenbilder zu erstellen. Ebenso würden erhöhte Transportkosten anfallen. Da keine Einsparungen zu generieren waren, wurde dieses Vorhaben nicht weiter verfolgt. Um detailliert über die Frage möglicher Kooperationen mit benachbarten Häusern zu entscheiden, müssten im Rahmen eines Gutachtens die Möglichkeiten anderer Theaterhäuser untersucht werden. Damit können auch die Voraussetzungen festgelegt werden, unter denen die Gründung einer Mitteldeutschen Oper möglich ist.

Nachfrage 1 in der RV am 20.10.2010:

Mit Blick auf die Antworten auf unsere Anfrage V/F 205 stellen wir folgende Nachfragen und
bitten um schriftliche Beantwortung:

Zu Frage 2:
a) Wie viele Stellen wurden in den auf Seite 8 des Berichtes dargestellten Abteilungen abgebaut und welche wurden bis zum Stichtag 31.7.2010 outgesourct?
b) Wurde die auf S. 14 des Berichtes ausgesprochene Empfehlung zur Vereinfachung derAbteilungsstruktur umgesetzt? Wenn ja: In welcher Form? Wenn nein: Warum nicht?
c) Welche zusätzlichen Überkapazitäten haben sich in den Opernwerkstätten durch den weiteren Rückgang der abgenommenen Stunden u.a. durch das Schauspiel Leipzig ergeben und wie schlagen sich diese in den Stellenplänen nieder?
d) Mit welchem Ergebnis endete die Untersuchung bzw. mögliche Gespräche der, von der bbvl im Gutachten vom 17.7.2007 (auszugsweise den Stadträten ausgehändigt) angeratenen Kooperation mit den Werkstätten der Oper Halle?

Zu Frage 3:
a) Wann werden die Ergebnisse den Stadträten mit einem Umsetzungsbericht zur Kenntnis gegeben?

Zu Frage 4:
a) Wurde eine Zusammenarbeit mit der Oper Chemnitz ebenfalls geprüft? Wenn ja: Mit welchem Ergebnis?

Tags: ,