Home » Anfragen

Einsatz des IFTEC-Schienenschleifzuges in den Abend- und Nachtstunden

Donnerstag, 3. Mai 2012

[Anfrage V/F 589]

Im April 2012 wurde der Schienenschleifzug der IFTEC (Gemeinschaftsunternehmen von LVB und Siemens) unter anderem auf der Linie 12 in den Abendstunden eingesetzt – teils bis etwa 23 Uhr.

Hierzu fragen wir:

  1. In welchem Umfang wird der Schienenschleifzug auf Wohngebietsstrecken in den Abendstunden (ab 21 Uhr) für gewöhnlich eingesetzt?
  2. Ist der Einsatz des Schienenschleifzuges in den Abend- und Nachtstunden in Wohngebieten zwingend nötig?
  3. Wie stark unterscheidet sich die Lautstärkeentwicklung durch den Schienenschleifzug von der Lautstärkeentwicklung modernen Wagenmaterials im Linienverkehr (XXL-Liner, Leoliner, NGT8)?

 

schriftliche Antwort:

Zur Beantwortung der Anfrage habe ich eine Stellungnahme der LVB eingeholt. Auf der Grundlage dieser Zuarbeit beantworte ich die Anfrage wie folgt:

zu 1.:
Der Schienenschleifwagen wird an Werktagen im Zweischichtsystem an Tag- und
Nachtschichten im Liniennetz der LVB eingesetzt. Eine besondere Berücksichtigung von Wohngebietsstrecken ist aufgrund der Liniennetzstruktur nicht umsetzbar.

zu 2.:
Die Schleifleistung in der Nachtschicht liegt 50 % höher als in Tagschichten, da die
Störung eines kontinuierlichen Schleifvorgangs durch Linien- und Individualverkehre nachts wesentlich geringer ist. Das Schleifen in der Nachtschicht ist wesentlich effizienter, was auch der Netzqualität und damit dem Lärmpegel insgesamt zugute kommt. Nur mit den jetzt praktizierten Einsatzplänen des Schienenschleifwagens kann das Netz zweimal jährlich von Riffeln befreit werden.

zu 3.:
Da das Schienenschleifen mit maximal 30 km/h durchgeführt wird, ist der Geräuschpegel nicht wesentlich höher als der von Linienzügen. Der Schienenschleifzug erzeugt aber andere Geräusche, da die Antriebssteuerung in anderen Frequenzbereichen als bei Linienzügen arbeitet.

Tags: , ,