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Unternehmern die Hand reichen

Samstag, 20. Februar 2010

[von René Hobusch, stellv. Fraktionsvorsitzender]

Was die Stadt unter Wirtschaftsförderung versteht, darüber scheinen sich das Amt für Wirtschaftsförderung und das Stadtplanungsamt nicht einig zu sein. Während sich das eine gerne als “Lotse” des Mittelstandes sieht, scheint das andere nicht auf einen vergleichbaren Kurs ausgerichtet zu sein. Im Gegenteil, nimmt das eine dem anderen doch gehörig den Wind aus den Segeln.

Obwohl Wirtschaft und Beschäftigung als Leuchtboje im Integrierten Stadtentwicklungskonzept verankert, hisst das Stadtplanungsamt offenbar nur im Sinne einer stadtplanerischen Optik die Segel. Wo unternehmerische Expansionsvorhaben mit einer räumlichen Ausdehnung verbunden sind, werden diese von Seiten der Stadtplaner im Keim erstickt.

Mit welcher Konsequenz? Unternehmen können in Leipzig nicht wachsen. Firmen siedeln in wirtschaftsfreundlichere Regionen um. Viel schlimmer: Sie lassen sich erst gar nicht hier nieder. Das wiederum hat negative Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen. Kann sich eine Stadt mit einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosenquote das leisten?

Die Stadt sollte ihre Stadtentwicklungsstrategie dringend überdenken und den Unternehmen die Hand reichen. Ansonsten ziehen wir für die Bürgerinnen und Bürger und den Wirtschaftsstandort Leipzig im Jahr 2020 eine ernüchternde Bilanz.

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