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Reines Wasser einschenken

Samstag, 9. Januar 2010

[von Reik Hesselbarth, Fraktionsvorsitzender]

Der Werbespruch der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) lautet: “Wir bewegen mehr als Wasser”. In der Tat. Mit dem wesentlichen Geschäftszweig, der Wasserver- und Abwasserentsorgung, sind sie Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Für die FDP-Fraktion steht fest, dass auch die KWL wirtschaftlich arbeiten müssen. Für uns steht aber auch fest, dass die KWL kein klassisches auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen sind. Offenbar hat die Geschäftsführung in der Vergangenheit aber genau diese Ausrichtung verfolgt: Gewinn. Und die Stadt Leipzig hat es der KWL gedankt. Denn die Gewinne wurden an die Stadt überwiesen. Leipzig konnte so Wohltaten finanzieren oder Haushaltslöcher stopfen. Letztlich sind die Kosten für Wasser und Abwasser, die von den Leipzigern bezahlt werden, jedoch keine Preise wie bspw. fürs telefonieren. Das Geld geht an die KWL – und das, was bei den KWL überbleibt, am Ende des Jahres in die Kasse der Stadt Leipzig. Vielleicht sollte man besser von einer Wasserabgabe oder einer Wassersteuer sprechen als von einem normalen Preis.

Es gehört ins Bewusstsein unserer Stadtoberen, dass man mit kommunaler Daseinsvorsorge besser nicht spekuliert und den Bürgern reines wasser einschenken sollte. In so mancher Gemeinde wurden gegenteilige Aktionen zum Bumerang.

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