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Kita-Plätze nach Bedarf

Samstag, 25. Dezember 2010

[von Dr. Arnd Besser, Stadtrat]

Mehr als 60 Prozent der Leipziger Kinder zwischen einem und drei Jahren erfahren Betreuung in Kindertagesstätten und Einrichtungen der Kindertagespflege. Damit ist Leipzig im Vergleich zu anderen Kommunen deutschlandweit gut aufgestellt.

Das entbindet die Stadtverwaltung aber nicht davon, diesen Standortvorteil weiter auszubauen. Denn die Plätze, die wir aktuell in Kindertagesstätten anbieten, sind de facto überbelegt. Ein Vertreter des Jugendamtes bestätigte in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses, dass im Bereich der unter Dreijährigen planmäßig zu wenig Plätze zur Verfügung stehen. Diesem Umstand schafft auch die Bedarfsplanung Kindertagesstätten 2011 keine Abhilfe. Das kann nicht im Interesse der Eltern sein, die nach einer Babypause schnell zurück in den Beruf wollen.

Die Frage der Finanzierung von Kita-Plätzen ist eine Frage der Prioritätensetzung. Statt Millionen für Leuchtturmprojekte wie den Lindenauer Hafen und die Kongresshalle auszugeben, sollten wir in die Zukunft unserer Zukunft investieren. Das wäre nachhaltige und verantwortungsvolle  Politik im Sinne einer kinder- und familienfreundlichen Stadt. Die Stadt Leipzig muss noch stärker die Ziele von Vereinbarkeit von Familie und Beruf verfolgen und zu Gunsten eines hohen Qualitäts- und Quantitätsniveaus der Betreuungseinrichtungen eindeutige Prioritäten setzen.

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