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Flexibler mit Bus und Bahn

Samstag, 17. April 2010

[von Dr. Arnd Besser, Stadtrat]

Welche Vorteile für den Leipziger Bürger bieten Wochenkarten, die von Montag Morgen bis Sonntag Nacht und Monatskarten, die vom ersten bis zum letzten Kalendertag gelten? Keine – zumindest nicht für die Kunden. Sie sind unflexibel und nicht bedarfsgerecht.

Bereits 2005 forderte der Stadtrat die Einführung von flexibleren Zeitkarten, wie sie in anderen sächsischen Verkehrsverbünden angeboten werden. Passiert ist nichts.

Dabei sprechen verschiedene Gründe für flexiblere Fahrscheine: Aufenthalte von Gästen in Leipzig sind eher von kurzer Dauer, 72-Stunden-Tickets daher sinnvoll. Allein minutengenaue Zeitkarten gewähren ein größtmögliches Maß an Flexibilität. Zudem müssten sich die Leipziger nicht mehr am Ende eines Monats in den Verkaufsstellen der LVB einfinden, um mit dem ersten Tag des neuen Monats flexibel zu sein.

Die Resonanz auf den Vorstoß der FDP-Fraktion ist positiv: 92 Prozent der Teilnehmer einer Telefonaktion wünschen flexiblere Zeitkarten für Busse und Straßenbahnen. Die LVB und der MDV sind nun aufgefordert, nicht immer nur zu prüfen, sondern zu handeln und mit Beginn des Jahres 2011 flexiblere Tickets einführen. Damit käme das Unternehmen ihrem obersten Leitsatz – den Nahverkehr attraktiv zu gestalten und zur Lebensqualität beizutragen – bedeutend näher.

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