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Die Zeichen der Zeit erkannt?

Samstag, 2. Oktober 2010

[von Reik Hesselbarth, Fraktionsvorsitzender]

Um das Haushaltsdefizit von 54 Mio. Euro auszugleichen, sind die Bürgermeister gezwungen anteilige Einsparungsvorschläge für ihre Ressorts vorzulegen. Die Ergebnisse sind bisher durchwachsen: Gerade die Ressorts der Linken Bürgermeister Rosenthal und Faber sind am weitesten von den notwendigen Ergebnissen entfernt. Und die Einsparideen, die vorliegen sind darüber hinaus auch wenig durchdacht: Bislang umfassen Fabers Streichvorschläge lediglich ein Fünftel des benötigten Konsolidierungsbeitrags, die überwiegend die Museen der Stadt betreffen.

Wohin führt ein Bürgermeister Faber die Kultur Leipzigs? In Anbetracht der zukünftigen Finanzen sind für eine Leipziger Kulturlandschaft 2015 um so mehr konkrete Vorstellungen gefragt, aber derzeit: Fehlanzeige. Dabei muss die kulturelle Vielfalt der Stadt gewahrt und  effizientere Verwaltungsstrukturen geschaffen werden. Bei einem sinkenden Kulturetat bedeuten Strukturveränderungen auch die Nutzung von Synergien in Leipzigs Hochkultur. So wäre eine Zusammenlegung der großen Häuser denkbar, auch die Idee einer Mitteldeutschen Oper steht weiterhin im Raum. Hier muss das Potenzial aller Bühnen im Umfeld Leipzigs geprüft werden. Einschnitte im Kulturhaushalt 2011 sind unumgänglich, doch sollten sie nicht konzeptionslos zu Lasten einzelner Einrichtungen, wie dem Naturkundemuseum, und der Kulturvielfalt gehen.

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