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Aus Verantwortung gegenüber Leipzig

Samstag, 15. Mai 2010
[von Isabel Siebert, stellv. Fraktionsvorsitzende]

2009 haben die Stadtwerke Leipzig ein Jahresgewinn von 60 Millionen Euro erzielt. Rekord. Die Summe entspricht mehr als 115 Euro pro Leipziger – vom Baby bis zum Greis. Erwirtschaftet im Strom-, Gas- und Fernwärmegeschäft sowie mit Beteiligungen.

Jedoch sollte nicht Gewinnmaximierung, sondern die Sicherung von Grundversorgung der oberste Geschäftszweck stadteigener Firmen sein. Nur in Bereichen, in denen es keine leistungsfähigen privaten Anbieter oder keinen Wettbewerb gibt, sollte die Stadt selbst unternehmerisch tätig werden. Ob ein IT-Dienstleister, ein Telekommunikationsunternehmen oder Firmen im Ausland dazu gehören, darf bezweifelt werden. Fest steht: Weder OBM Burkhard Jung noch die Stadträte sind Besitzer der städtischen Beteiligungen. Besitzer sind Sie, das sind alle Leipziger! Daher stehen wir alle zusammen auch für das unternehmerische Risiko ein. Es gilt zu bedenken, dass eine vervielfachte Gewinnchance immer auch ein vervielfachtes Verlustrisiko mit sich bringt. Fragen müssen wir uns auch, wie gut wir Beteiligungen außerhalb Leipzigs – teilweise im Ausland – kontrollieren können.

Wir bekennen uns ausdrücklich zur Sicherung der Grundversorgung. Preiswert, leistungsfähig, effektiv, mit kleinstmöglichem Risiko und dies gut kontrolliert – aus Verantwortung gegenüber Leipzig.

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