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Veranstaltungsmanagement ist nicht Aufgabe des Leipziger Zoos

Mittwoch, 21. April 2010
Kongresshalle am Zoo

Kongresshalle am ZooDie FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat hat in der heutigen Ratsversammlung die Vorlage zur Kongresshalle am Zoo abgelehnt. Dazu sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende REIK HESSELBARTH: „Der Zoo ist für Veranstaltungsmanagement in der geplante Form weder geschaffen noch geeignet und schon gar nicht ist es seine Aufgabe. Der Zoo ist eine Einrichtung zur Haltung und öffentlichen Zurschaustellung verschiedener Tierarten.“ Dies sei im Gesellschaftsvertrag festgelegt. „Wir befürchten, dass der Zustand der Betreibung durch den Zoo zu einem sehr langen Provisorium wird – denn die halten meist am längsten.“ Darüber hinaus warnte er vor einer Überforderung des Zoos, der einen anspruchsvollen Geschäftsplan zu erfüllen habe und darüber hinaus mit dem Gondwana-Land noch eine Großinvestition durchführen und ,ans Netz‘ bringen müsse.

Mit Blick auf andere Veranstaltungshallen in Leipzig betonte HESSELBARTH: „Nicht zuletzt sehen wir – und hier befinden wir uns in guter Gesellschaft zu städtischen oder städtisch finanzierten Einrichtung – eine negative Auswirkung auf den Leipziger Veranstaltungsmarkt. Vor Durchführung des 2. Bauabschnittes tritt die hoch subventionierte Halle in direkte Konkurrenz zu anderen Hallenanbietern. Denn eine Zunahme der Nachfrage kann nicht ernsthaft unterstellt werden. Und das wird dazu führen, dass es bei den betreffenden Häusern zu Umsatzeinbußen kommt, die diese in zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen. Das heißt im Klartext: Höhere Subventionsforderungen an die Stadt und/oder eine Absenkung deren Leistungsfähigkeit. Und das mit staatlichen Geldern.“

Eine Ablehnung der Vorlage würde möglicherweise Mittel des Konjunkturpakets II nicht nach Leipzig fließen lassen, so der FDP-Fraktionsvorsitzende: „Sie würden aber auch mehr als 4 Mio. Eigenbeitrag für sinnvolle – sprich: für die Stadt notwendige – Investitionsmaßnahmen frei machen.“

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