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FDP-Fraktion macht sich für Fernbusbahnhof in Leipzig stark – Verkehrsstaatssekretär stellt Förderprogramm des Freistaates in Aussicht

Dienstag, 13. Mai 2014

Auf Einladung der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat besichtigte Roland Werner, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, heute den Fernbushalt in der Goethestraße. Werner macht sich dabei gemeinsam mit Stadtrat René Hobusch ein Bild von der Situation in Leipzig. Hintergrund der Einladung der Stadtratsfraktion ist ein Beschluss des Stadtrates, der eine Untersuchung möglicher Varianten für einen Fernbusbahnhof fordert.

Roland Werner erläuterte, dass sich die Zahl der Fernbuslinien, die den Freistaat ansteuern auf mittlerweile 50 in kurzer Zeit angewachsen ist – Tendenz weiter steigend. Dies hätte im Zuge der Liberalisierung des Fernbusmarktes niemand in dem Ausmaß für möglich gehalten. Jetzt liege es an der Politik, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und für zeitgemäße und sichere Busstationen zu sorgen. Seitens des Freistaates werde derzeit an einem Förderprogramm gearbeitet, dass im Doppelhaushalt 2015/2016 auch finanziell untersetzt werden soll. Aus Sicht Werners solle sich die Förderquote im Bereich dessen orientieren, was heute bereits für die Förderung des Busnahverkehrs bereit gestellt werden. Allerdings müsse die Stadt oder ein privater Betreiber auch einen gewissen Eigenanteil zur Verfügung stellen. Die endgültige Entscheidung werde im Zuge der Haushaltsaufstellung im Sommer getroffen und muss dann vom Landtag bestätigt werden. Als “pfiffige Idee” bezeichnete Roland Werner die Idee der Integration einer Fernbusstation ins Bahnhofsgebäude.

IMG_7479Stadtrat René Hobusch betonte nach dem Gespräch, dass sich nun die Stadt für eine Variante entscheiden müsse. “Die muss dann mit einer Kostenkalkulation untersetzt und das Projekt beim Freistaat zur Förderung angemeldet werden. Wir sollten hier keine Zeit verlieren, sondern das Projekt Fernbusbahnhof Leipzig zügig vorantreiben. Der Fernbusmarkt boomt bereits heute. Gerade Menschen mit kleinem Budget haben damit eine Möglichkeit günstig von A nach B zu kommen”, so Hobusch. Bereits heute sei in besucherstarken Zeiten der Bereich in der Goethestraße auch von Touristenbussen in Benutzung. “Da wird es dann schon mal eng! Darüber hinaus gibt es keine vernünftigen Wartebereiche, nur ein einziges WC und Unterstellmöglichkeiten für gerade einmal eine Handvoll Reisende. Dies sollten wir zügig ändern.” Hobusch sagte darüber hinaus, dass die Stadtverwaltung jetzt auch schauen muss, was angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt möglich ist. Daher könne die Einbindung eines Dritten, der den Busbahnhof finanziert und später auch betreibt, ein guter Weg sein. “Allerdings muss die Nutzung dann zu gleichen Konditionen für alle Fernbusunternehmen möglich sein.”

Für Werner und Hobusch ist ein Fernbusbahnhof am Stadtrand keine Option. Werner betonte, dass Fernbusunternehmen ihm gegenüber den Wunsch einer Innenstadtnähe von Busbahnhöfen im Freistaat geäußert hätten. So ließe sich der Bus auch besser mit anderen Verkehrsträgern vernetzen. Mit dem neuen Mitteldeutschen S-Bahn-Netz hat Leipzig am Hauptbahnhof die besten Voraussetzungen.

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